26.04.2021

Monsterwall ist keine Lösung

Dr. Hans-Peter Ludewig, Fraktionssprecher der grünen Kreistagsfraktion u. Ellen Gause, Sprecherin Vorstand KV Heidekreis

 

Bündnis´90/Die GRÜNEN protestieren entschieden gegen Schießstand-Sanierung

Die Planungen der Kreisjägerschaft, durch den Bau eines riesigen Walls mit kontaminiertem Boden die dringend notwendige Sanierung ihres Geländes durchzuführen, stoßen auf den entschiedenen Protest der Kreis-GRÜNEN.
„Verantwortliches Handeln von Naturschützern sieht anders aus,“ so Ellen Gause, Sprecherin der Grünen im Heidekreis. Es ist unstrittig, dass auf dem Gelände des Schießstands in Krelingen eine Sanierung der mit Blei und anderen Stoffen verunreinigten Fläche erfolgen muss. „Es ist ein Umweltschaden entstanden, der so umweltfreundlich wie möglich behoben werden muss“, so Lennard Lorenzen, Sprecher der Grünen. Die Grünen sind sich einig, dass der geplante Monsterwall keine solche Lösung ist, sondern eher ein Geschäftsmodel der Jägerschaft, die für den Schaden nicht aufkommen will. In der Satzung der Krelinger Heide gGmbh steht: „ Zweck der Gesellschaft ist die Förderung des Sports ( Sportschießen / jagdliches Sportschießen )“. Und obwohl ein Gerichtsurteil eindeutig besagt, dass eine Beschränkung auf überwiegend jagdliches Ausbildungs – und Übungsschießen notwendig wäre, hat der Landkreis diese Beschränkung nie durchgesetzt und beabsichtigt dies auch in Zukunft nicht. So geht es aus der Antwort des Landrats auf eine Anfrage der Grünen hervor.
Noch viel skandalöser ist es aber, dass auch in Zukunft jegliche Verantwortung für einen möglichen Rückbau oder entstehende Schäden auf die Bevölkerung abgewälzt werden soll. Wird dem Ansinnen der Jägerschaft statt gegeben, muss die Öffentlichkeit eventuell schon in wenigen Jahren viele Millionen aufwenden, weil weder die Schießstand Krelingen gGmbh noch die Jägerschaft Fallingbostel eine Rückbaubürgschaft erbringen kann bzw. will. Würde der Landkreis diese Bürgschaft erbringen wollen, müsste das im Kreishaushalt dargestellt und vom Innenministerium genehmigt werden. Dies möchte man umschiffen, indem der Verzicht auf Sicherheitsleistungen von der Politik beschlossen wird. Und das schon im Mai. „Das wäre ein Skandal, den die Grünen nicht mittragen!“ sind sich Ellen Gause, Lennard Lorenzen und Dr. Hans-Peter Ludewig ( Sprecher der Kreistagsfraktion der Grünen ) absolut einig.

Pressemitteilung BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN KV Heidekreis zur „Sanierung“ des Schießstandes in Krelingen
 

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